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Discussion: Is halt so. Das tiefe Nivea...

in: torbensfunk; torbensfunk > 2015-10-10

Oct 12, 2015 2:10 PM # 
wiQ:
Is halt so. Das tiefe Niveau. OL-Deutschland ist halt (noch lange) nicht OL-Norwegen. Was/wem hilft die Kritik? Einige trainieren halbwegs gut, andere halbwegs wenig.

Ihr seid erst heute heimgereist? Ich sah gestern noch Norweger auf den Brocken laufen. :-)
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Oct 12, 2015 2:18 PM # 
matti.:
die kritik hilft all denen, die sich gegen bahnnormen wehren und nicht einsehen wollen, dass deren einhaltung wichtig ist und einen zu einem besseren OLer macht. leider werden das hier nicht so viele lesen.
Oct 12, 2015 2:18 PM # 
matti.:
helfen ist vielleicht das falsche wort, aber sollte sie mal zum nachdenken anregen...
Oct 12, 2015 2:57 PM # 
wiQ:
Aber ändern kann man nur was, wenn man den status quo erst einmal ohne "darf nicht" etc. annimmt.
Die Athleten müssen von selbst wollen, sie brauchen positive Anreize, Begeisterung.
In anderen Sportarten wird gedopt und sind Sportler teils reine, wirtschaftliche Ressource, das, finde ich, darf nicht sein. Dann lieber "erschreckend tiefes Niveau". Und sollte man Leistung nicht auch in Relation zur Menge der Landes-OLer und zur Arbeit mit der Spitze sehen?
Eigentlich doch witzig: Ein Deutscher trainiert Norweger, ein Schweizer Deutsche, ...

Eigentlich wollte ich Torben nur fragen, wo er war. ;-) Aber er hat, also du hast den Brocken ja früher sicher schon oft von deiner alten Heimat aus bestiegen. :-)
Oct 12, 2015 5:52 PM # 
pepa.:
Wer verbietet es Deutschen Bier zu trinken, lieber zu arbeiten oder passivathletik zu betreiben anstatt selbst irgendeinem Sport zu frönen?
Keiner.
Is halt so. Luxus-/konsumgesellschaft. Is halt viel geiler eine ipadsammlung zu besitzen und vier elektrofahrräder neben seinem Tesla stehen zu haben als einfach den ganzen Scheiss gegen Schweiß zu tauschen.
Kameradschaft wird ja auch unterschiedlich ausgelegt. Weil jeder alles allein will, er könnte auch sport im Wald machen, wäre nachhaltig, ökologisch und sozial aufmerksam, ein Sportler wie er im olympisch ursprünglichen Sinne sein sollte undundund...
Is aber nich so.
Wer beschäftigt sich damit? Ein paar Nerds, den anderen Isses einfach nur komplett scheissegal, Hauptsache das 3D-Kino läuft.

Jaja. Tut mir ja echt nicht leid für euch, die ihr hier meine komplett unabstrakten Gedanken lesen müssen (weil ihr einfach nicht internetresistent sind).

Torben, du hast recht.
Torben, fahr in ein Land, wo du von Spinnern umgeben bist, dann siehst du es auch anders. Ich würd gerade ziemlich viel für geben, für ol mit scheissniveau und umso besseren Freunden.
( Objektiv sportlich-leistungsbezogen hast Du absolut recht. Da widerspricht dir hier KEINER. )

FRIEDE FREUDE GEILHEIT und ganz viel EIERKUCHEN.
Oct 12, 2015 6:29 PM # 
torbensfunk:
so bin jetzt wieder zu hause in norwegen. ich schreib mal morgen was ich meine und wie ich es meine.

ich spreche ja nicht jeden mit an, und dieses argument immer mit norwegen hat geld usw ist halt auch tierischer quatsch.

sverre ist nen ganz normaler dicker junge, der in norwegen im hinteren drittel mit läuft.
Oct 13, 2015 8:20 AM # 
torbensfunk:
so.

Wieland, jau die Norweger ohne mich sind hoch auf den Brocken, ich war mit meiner Familie unterwegs. Man muss halt auch die Familie pflegen wenn man in einem anderen Land wohnt.

Jetzt zum Rest.
Man kann doch nicht einfach sagen "Ist halt so." Ich meine gibt es keine motivierten Läufer in Deutschland? Ist Matti der einzige der sich sowas zu Herzen nimmt und da wirklich was mit machen will? Ist das wirklich so?
Von meinen Athleten ist kein einziger Athlet Vollzeitprofi. Emma zum Beispiel arbeitet eine volle Stelle, trainiert trotzdem täglich und oftmals 2 mal. Sverre ist hauptberuflich Langlauftrainer, und trainiert richtig wenig OL, läuferisch ist er auch nur Ausdauer, aber keine Spitzengeschwindigkeit. Dazu noch steht er den ganzen Tag am Start und isst kaum was vorm Laufen.

Was die Kritik hilft? Das man vielleicht mal am richtigen Ende anfängt. Nicht immer alles wegredet und sich rausredet von wegen dies und das. Keiner meiner Athleten ist wie gesagt Vollzeitprofi, aber da werden halt Prioritäten gesetzt. Ich meine es beudetet ja nicht, dass jeder Deutsche jetzt Stunden schruppen soll wie ein Norweger, wer weiss ob dass die Richtige Trainingsphilosophie ist, aber ja wir zählen Stunden statt Kilometer, und ich kann getrost sagen, dass von den 24 Junioren die beim JEC waren, vielleicht 1 - 2 unter 360h im Jahr trainieren. Und wir werden geschlagen von den Schweizern, weil wir halt zu wenig schnell laufen, was ich seit Jahren predige. Aber mittlerweile ändert sich da auch die Einstellung in Norwegen, weil sie schneller laufen müssen. Und man sieht ja glücklicherweise in Deutschland auch eine neue Generation läufer heranwachsen, die motiviert sind und auch anfangen gute Mengen zu trainieren und KM zu laufen. (Moritz, Erik, Dorthea, usw). Das ist sehr freudig. Aber das man immer auf Geld und auf jaja Norwegen und jaja dies das schiebt ist einfach nur eine feige Ausrede.

Die Athleten die es in Norwegen nach Oben schaffen, die Arbeiten dafür einfach richtig hart! Die Trainieren strukturiert und haben ein Ziel vor Augen. Wenn man das nicht will, ist das auch in Ordnung, aber warum läuft man dann Elite? Elite ist per definition "The best or most skilled members of a group" und da meine ich, dass wenn sorry, dass unser Topp ist, dann ist der in meinen Augen ziemlich low. Und ja ich kritisiere das, ich war damals auch nicht besser. Ich hab einfach viel zu schlecht trainiert. Ich hab es erst realisiert nach dem ich mit dem OL Spitzensport aufgehört habe. Aber aus meiner heutigen Sicht, kann ich nüchtern sagen, dass es kein Wunder war, dass ich so schlecht war.

Es gibt halt auch keine positiven Anreize oder sonst was hier oben, was gibt es denn? Nen feuchten Handschlag vom Trainer.

Und ich glaube, es liegt nicht immer am Willen des Athleten, sondern an der Hilflosigkeit wen man nach Hilfe fragen soll?!

Ich hab es ja gesehen bei meinem Vortrag letztes Jahr in Göttingen. Wo waren denn all die göttlichen OL-Vereine die sich in Deutschland feiern weil sie Vorne mit dabei sind? Nicht das ich irgend ein Gott bin oder der Messias, aber ich glaube ja, der Vortrag an sich, wie wir es in Norwegen machen, wäre schon spannend gewesen. Jedenfalls waren sehr viele sehr positiv überrascht und begeistert wie kurz eigentlich der Weg ist zur Spitze.

Aber wenn man halt in seinen deutschen Luxusvereinen sitzt und glaubt man macht alles richtig so, dann bitteschön. Dann halt ich auch meinen Mund und meine Finger still.

So, tut mir leid :)
Oct 13, 2015 8:22 AM # 
torbensfunk:
UND BITTE KOMMT MIR JETZT NICHT MIT GELD USW.

das ist einfach quatsch, es gitb genügend andere Nationen als die ach so armen Deutschen, denen es genau so "mies" geht oder schlechter, die immer wieder Athleten in der Sptize hervorrufen.

PS: und sehr positiv gefällt mir der Trend bei den Junioren, wo es wirklich immer wieder richtig gute Resultate gibt in letzter Zeit, ich will nicht alles schwarz malen!
Oct 13, 2015 8:56 AM # 
matti.:
Ein punkt den ich auch immer wieder anspreche, du auch, sind die motivierten jungen, die etwas hilfslos sind. Manche haben gar keinen trainer und manche haben relativ ahnungslose und viel zu weiche trainer. Das fällt mir in DD immer wieder auf. Die physischen leistungen stagnieren schon im jugend- und juniorenalter.

Ich behaupte immer, wenn jeder athlet einen guten funktionierende trainer hat und selbst die nötige motivation, dann läuft das ding. Leider ist das aber zu selten der fall.
Oct 13, 2015 1:35 PM # 
wiQ:
Ich bin "frech" und komme damit: Wieviel Geld bekommst du als Trainer, Torben?

Manche sind motiviert, aber anderen schlechtes Trainersein oder Vereinen von außen Selbstliebe vorzuwerfen, finde ich unfair. Vorurteile, weil man eben nicht (mehr) drinnen steckt oder sich nicht reinversetzt. Es gibt einige, die einiges tun. Und ja, es könnte immer etwas besser sein, gemacht werden. Dann macht (mit)!

Mit was wärd ihr zufrieden? Nur Deutsche an der Spitze, immer wieder andere an der Spitze? Die Spitze ist spitz, das ist nicht die Masse.

Einige vertragen nicht immer mehr Training. Wie viele gehen kaputt im (OL-)Leistungssport? Was ist mit Judith? Ausgebrannt? Olav L. war auch mal eine Weile weg, war ihm zuviel geworden oder? Es gibt sicher viel mehr Beispieleleute, die nicht "groß" worden. Die Jugend verschleisen ist ja auch nicht sinnvoll, manche vertragen's, andere können dann als Alte vielleicht nicht mehr laufen ohne Schmerzen. Das hat auch mit (Selbst)Verantwortung - und natürlich Wissen und Feingefühl zu tun. Wisst ihr alles.

Was ich nicht brauche und will, ist ein Gegeneinanderanreden, weil wir eigentlich alle in einem Boot sitzen, sowieso alle Menschen, und Sport sehe ich persönlich auch als Spiel und Spaß und nicht nur verbissen, auch wenn ich gewissen Ehrgeiz habe und gut heiße, aber in Ehrgeiz steckt eben auch Geiz und kann manche runterziehen oder macht manchmal unfreundlich, erlebe ich auch.

"Funktionierende Trainer", Matti wir sind Menschen, aber passt ja zur Wirtschaft der (Nord)Mitteleurpäer. Die Griechen sind faul, wir Deutschen sind fleißig. Krieg und Menschenumbringen ist auch Fleiß. Tut mir gar nicht Leid, meine - mit Pepas schöner Formulierung - unabstrakten Gedanken.

Wie macht man Kinderbahnen? Lieber etwas (zu) schwer, um zu fordern oder leichter für Erfolgserlebnise und Selbstvertrauen für die Kleinen. Es gibt kein Rezept fürs "richtige" Leben und Streben, es gibt Gefühl und Erfahrung. so Punkt
Oct 13, 2015 1:50 PM # 
wiQ:
Man muss gerne Trainer sein. Einige investieren Urlaub und Geld und überanstrengen sich auch mal, stecken anderes zurück und organisieren mitunter mehr als andere zu trainieren.
Aktive gehen in die Schule, studieren etc., interessieren sich auch für anderes, ich will das nicht unterbinden. Musizieren ist auch schön, anders, aber wie OL schön.
...

Torben, wenn du etwas Schriftliches zu deinem Vortrag hast, kannst du es mir gerne mal schicken, ich bin interessiert an deiner Trainingsphilosphie.
Oct 14, 2015 6:18 AM # 
pepa.:
Ok, Gelaber von allen Seiten. Konkrete Vorschläge?

- leistungszentren (dland is zu groß)
- wer der die Zentren betreut ( +die Möglichkeit dazu hat)
- Motivation da hinzugehen (hohes Niveau, sportlich+sozial)
- gute basisausbildung, Betreuung und Motivation bei den Kids säen (und dranbleiben)

Und wie kommt man da hin? Alternativvoschläge?
Teilzeitjob+teilzeittrainer, oder Rentner oder Hartz.

Vollzeit+stützpunktbetreuer, da landest du genau da wo wir sind. Klar hängst von den Möglichkeiten ab,aber die kann Mann schaffen (wennan einen guten Grund hat)
Oct 14, 2015 6:20 AM # 
pepa.:
Torben, mach viele motivierte Kinder und Reimportiert euch doch zurück. Das wär ein Schritt an der Basis (aka für alle verbissenen: Achtung teilweise ist hier Herr Humor involviert)
Oct 14, 2015 3:49 PM # 
wiQ:
Kommst'd zurück, Pepe, bauen wir einen richtigen Stützpunkt auf! Heide neu kartieren, gleich so skandinavisches Gelände draußmachen. Torben ist unser Obercoach von außerhalb, Matti unser erstes Trainerkind, den wir zu 15min auf 5000m peitschen. :-)
Oct 14, 2015 4:02 PM # 
Grumpy Old Coach:
So viel zeit haben wir nicht.
Oct 15, 2015 10:21 AM # 
torbensfunk:
So, da hab ich mal wieder n bissel Zeit zum Antworten.
Ich habe eine 30% Stelle im OL-Verband. Bedeutet ungefähr 650 Euro im Monat.
Dann kannst du ja gerne zu norwegischen Preisen hochrechnen usw und sehen wie das im Verhältnis steht. Das man eh keine 30% sondern eher 50% arbeitet brauch man ja auch keinem erzählen. Zum Lohn zählen: bei allen Wettkämpfen vor Ort sein, Trainingslager, Trainingspläne für Läufer, Meisterschaften, Vorbereitung für Meisterschaften usw. usw.

Ich hab keine Vorurteile und verurteile auch keine Vereine, und hab auch schon tausend mal meinen Respekt gegenüber vielen Vereinen zur Rekrutierung in Deutschland ausgesprochen. Jedoch hapert es am Übergang Kind - Jugendlicher - Erwachsener. Und ich find es einfach schwach das samtliche "Elite/Grossvereine" sich fern hielten, als es um gute Diskussion ums Training und Trainerjobb ging. Ich sehe viele Sachen, von Athleten und aber auch Trainern in Deutschland wo ich einfach nur kopfschüttelnd dastehe. Aber wenn es Erfolge bringt (?) dann ist das halt der Weg der zu gehen ist und akzeptiert wird.

"Mit was wärd ihr zufrieden? Nur Deutsche an der Spitze, immer wieder andere an der Spitze? Die Spitze ist spitz, das ist nicht die Masse."

Das ist doch total Unfug. Ich erinnere mich halt gerne an die Zeit als ich Jugendlicher war und aufgeschaut habe zu der damaligen Elite. (Tilo, Lücke, Rolf, Ingo, Axel usw.) Da wurde halt auch richtig trainiert und die hatten sogar Arbeit neben dem Trainingsalltag... kannst du dir das vorstellen? Wie oft hab ich nicht diese Alten Hasen gehört wie sie über das Training vieler heutiger "Eliteläufer" negativ reden. Damals wurde nicht einfach rausgeredet, man muss ja studieren, arbeiten dies und das machen. Da wird halt in den sauren Apfel gebissen.

"Einige vertragen nicht immer mehr Training." Das ist doch totaler Unfug schon wieder. Hast du einen guten Trainer, einen richtigen Trainingsplan, die richtige Einstellung und Faktoren um dich herum, ist es überhaupt kein Problem ein richtiges Training durchzuziehen. Und hier Leute aufzählen ohne die Hintergrund fakten zu wissen ist halt auch wieder ein Schuss ins Leere. Die Jugend wird nicht verschlissen, zur Zeit wird die Jugend mit Samthandschuhen behandelt.
Und falls man den Weg nicht wählt, dann soll man sich halt auch nicht als Elite-OLer bezeichnen. (AUFPASSEN: ein überspitztes Kommentar).

Und zum Thema Fleissig, warum sind wir dann im Trainieren nicht fleissig?

Ich hatte 3 zeitaufwengide Jobbs (alles im allen sicherlich über 120%), eine Fernbeziehung und hab es trotzem geschafft mich auf den Norseman vorzubereiten?!

Und zum Thema Kinderbahnen: logisch gibt es da richtige Rezepte, aber da sollte man vielleicht zu Trainerkursen gehen und sich Ideen holen...
Oct 15, 2015 10:28 AM # 
torbensfunk:
@ Pepa: es wäre doch mal interessant sich mit Frankreich, Polen, Ungarn, Spanien, Portugal usw. auszuwechseln und zu hören wie die es machen?

"Konkrete Vorschläge?"

1. Alle grossen Nationen fahren in diese Länder in TLs, warum gibt es keine Angebote in Deutschland? Wie oft war ich bei super Frühlingstemperaturen im Februar/März in Deutschland und man kann 1A OL trainieren? Wieso gibt es keine Pakete und keine Reklame für solche Projekte in Deutschland? Die Spanier und Portugiesen haben da auch lange in den sauren Apfel gebissen und Geld verloren, aber nach und nach hat sich etwas aufgebaut und zack jetzt können sie Spitzensport dadurch finanzieren.

2. Noch immer benutzen wenige Deutsche "Spitzen"sportler das Angebot von finnischen, schwedischen, norwegischen Klubbs. Die grossen Staffeln müssen gelaufen werden. Man muss ins TL mit diesen Nationen. Die anderen "B/C"-Nationen machen das auch, da gibt es fast NIEMANDEN der halbwegs OL auf Spitzensport macht, der NICHT in skandinavischen Vereinen läuft.

3. Leistungszentren, ja vielleicht. Wie wärs mit der Idee der Wochenenden für Spitzensportler weiter zu machen. Das gab es doch mal vor Jahren, in Deutschland wird immer gleich so schnell aufgegeben, GUT DING WILL WEILE HABEN! Und da bereiten halt die Athleten Teile vor, und wenn man keinen Trainer bezahlen kann, dann bezahlen halt die Athleten eine kleine Summe extra die dann dem Trainer als Lohn zugeteilt wird?! Oder die Vereine stellen jeweils mit einem 10er oder so, und das geht dann als Lohn an den Trainer der Deutschlandweit angestellt ist für den Spitzensport.

4. "- Motivation da hinzugehen (hohes Niveau, sportlich+sozial)
- gute basisausbildung, Betreuung und Motivation bei den Kids säen (und dranbleiben)" --> GENAU! Gratis aber effektiv!!!!
Oct 15, 2015 10:30 AM # 
torbensfunk:
ich find es halt lächerlich immer alles aufs geld zu schieben.

auch wenn man es nicht glauben mag, sind 75% der trainer in norwegen in den vereinen dort auf freiwilliger basis!
Oct 15, 2015 2:31 PM # 
Blubber:
Torben hat schon Recht... Ist zumindest meine Meinung...
Oct 15, 2015 2:49 PM # 
Boje:
Die Konkreten Vorschläge von Torben finde ich sehr gut.
Ansonsten noch eine Sache zu dem vielen Geld das die Norweger beim OL Verband anscheind haben: Gerüchten zufolge bezahlten die norwegischen Junioren jeder einen Eigenanteil von ca. 6000 NOK um zum JEC zu fahren (das sind über 700€). Und das für ein paar Tage im "billigen" Deutschland.
Ich weiß nicht genau was der Eigenanteil für die deutschen Junioren bei der JWOC+ eine Woche Trainingslager war aber ich vermute nicht, dass wir hier von mehr als dem reden was die norweger zum JEC bezahlen.
Bei der WM in Schottland lagen wir auf jeden Fall bei 300€ Eigenanteil. Somit würde ich sagen geht es uns deutschen Atlethen finanziell doch garnicht soooo schlecht....
Oct 15, 2015 2:53 PM # 
torbensfunk:
@Boje: jepp die Junioren bezahlen diesen Betrag zur Teilnahme.

Um in der Entwicklungsnationalmannschaft zu sein bezahlt man 10 000 NOK = 1000 Euro.
Und ja natürlich sind das alles kinder von reichen eltern und das ist überhaupt kein problem....Ist halt immer einfach aufs Geld zu schieben statt an der eigenen Nase anzufangen ;)
Oct 16, 2015 4:47 PM # 
wiQ:
Anderen recht zu geben, ist keine eigene Meinung, Herr wer-auch-immer-anonymous-Blubber.

Ich würde für Geld nicht mehr oder bessere Arbeit machen, aber das hier nur am Rand.

Torben, ich verstehe dich und finde vieles von dir auch gut. Ich wünsche mir, du nimmst mich auch ernst, wo ich es bin. Ganz unerfahren bin ich auch nicht. Du zitiertest mich und meinst, das sei Unfug. Und das Thema bringt dich in Rage (hat auch Gutes!) und du hast deutsche Vereine und Trainer pauschal "gedisst". Kannst du selbst bei dir nachlesen, falls du es vergessen hast.

Ich finde nicht, dass man irgendjemanden verübeln kann, wenn für ihn/sie OL nicht (fast) alles ist.
Ich mag diese Sprüche gerade auch aus der männlichen deutschen Elite nicht (die dort laufen, sind eben z.Z. die Besten), dass die deutsche Damenelite (weil oft Ältere vorne) so schlecht wäre. Das bringt nix, außer Frust und Unlust und ist genau diese Verbissenheit oder Verbohrtheit, die ich schade finde, wenn man nur mit Scheuklappen und Peitsche Erfolg sucht.
Ich trainiere nicht viel und bin deutschlandweit teils noch in der erweiterten Spitze. Das ist z.Z. so. Ich nehme es hin und genauso gerne, in Tschechien zu laufen, bei kleinen und großen Läufen, wo ich eher sonstwo, unter ferner-liefen bin.
Viele tschechische OLer sind cool, aber deswegen sind die paar deutschen OLer nicht dumm etc.

So wie manche aus kleinen Vereinen in große wechseln, gehen auch deutsche OLer nach Skandinavien und bleiben dort. Das ganz einfach ohne Wertung festgehalten. Ist so.

Seit 2 Jahren wird diskutiert (mit laaangen Pausen), ob 12er beim JLVK in Wertung laufen sollen oder nicht. Ja, gut Ding muss anscheinend Weile haben. Muss hier auch nicht (zer)diskutiert werden. Es gibt verständliche Gründe auf beiden Seiten, manche scheinen aber "blind" für manches. Ich bin auch blind für manches. Jede(r) ist es manchmal. Wäre wohl schön, wenn sich das alle immer mal klar machen, ihre Blindheit, klar machen. Manchmal geht es nur miteinander. Es wäre wohl paradiesisch, wenn immer achtungsvoll. Nur dann bringt es aber was Positives, finde ich.

Ich erinnere mich auch gerne an die alten Hasen, schaute zu ihnen hoch, einfach weil ich kleiner war, außer Holli, aber ihm schaute ich halt hinterher.
Vielleicht war da noch bei den "Ossis" ein positiver Aspket aus der DDR, der sie antrieb.

Doro trainiert nicht sehr viel. Aber ich höre immer wieder mal andere, über Jugendliche herziehen, wenn die nur, dann ... Einige von ihnen reden aber nicht/kaum mit ihnen. Reden vorallem auch im Sinne von Zuhören und nicht Einreden und Denken-man-wüsste.

Kennst du die Hintergründe bei Olav und Judith?
Aus der Schweiz hörte ich, dass einige "auf der Strecke bleiben", weil sie halt nicht gut genug sind und sich fein nach Plan steigern lassen. Dort regiert kein samtener Handschuh, sondern eher eine eiserne Faust mit friss-den-sauren-Apfel-oder-halt-nicht. Ich widerspreche nicht, dass die, die es wollen, versuchen sollen oder besser noch: einfach machen sollen. Trainer müssen halt auch "nur" wollen und dann müssen sie noch passen zu den Athleten und "funktionieren". Kann gehen und geht.

Wenn eine Spitze sich immer weiter pusht und spitzt, bricht sie irgendwann - und baut sich auf dieser Bruchstelle wieder auf. Lauf der Dinge. Keine Sorge, ich halte ihn nicht auf, kann ich eh nicht, aber ich möchte Trainer sein, wie es mir und anderen gut tut, mir geht es in erster Linie, um eine Gemeinschaft, die sich wohlfühlt. Auch weil ich das als beste Grundlage für gutes, sinnvolles Training sehe und damit die jungen Leute gerne und überhaupt mitmachen. Ich verausgabe mich (dafür) gelegentlich zu sehr, was wieder nicht gut tut. Und mute auch den Kadern nicht wenig zu.
Ich denke, man sollte auch an den natürlichen Unterschied zwischen Kindertrainern und welchen auf Bundesland/Landes- oder Nationenebene, wie du Torben einer bist, denken. Altersgruppen, Leistungsgruppen (bei mir auch schön heterogen).

Mit der Zeit finden sich für viele passende (schmackhafte) Rezepte, aber nichts ist so gut, als das es nicht besser sein könnte. Die besten Köche nehmen Rezepte und ändern sie. Einstein hat das Universum auch neu "erfunden", also gefunden.

Summa summarum finde ich die Disskussion auch (noch) sinnvoll, motivierend.
Austausch ist auch immer besser, als nur in seiner eigenen Suppe rumrühren, solange er friedlich bleibt.

Zur Lockerung: lieber tiefes Niveau als keins. :-)
Oct 16, 2015 8:02 PM # 
pepa.:
Motivation = Spaß + Gemeinschaft + das Gefühl, das man es draufhat

Basispyramyde der Motivation, Grundbedürfnisse und so.. Du müssen halt erfüllt werden.
Die laune is in schland halt aktuell n Bischen sportfern aufgestellt. Schule, Jahr im Ausland, Spaß, Urlaub in Facebook, Studium und Lebensgefühl, alles mal ausprobieren, und danach arbeiten, vernünftig sein, denken die Pflicht zu haben Geld verdienen zu müssen.
Keine Ahnung wieso der gemeine deutsche wenig Lust auf Brüche in diesem Ablauf hat, keine Eier? Eltern die das so vorleben und wichtig finden? Gedanken es sei wichtig, Angst vor der Wahrheit (dass es nich so is)?
Ich mein, ich Hätt echt viel Lust dazu, habe überlegt Sport zu studieren, nachdem eigentlichem Studium. Was wurde draus? N guter Job am ätsch der Welt, keine Zeit, keine Freunde weil alles weit weg, kein Sinn Trainer zu machen weil man so verdämmt weit weg von allem ist,..der Versuch wieder die eigenen Grundbedürfnisse zu erfüllen, anstatt die Kraft andere vorwärts zu bringen.
Zufall? System?
Wie ist das bei den Talenten unserer Generation? Teich, 2x Meyer, 2x Sören, Robert, 2xhofmeister, juras, Janek, vondalowski etcetc.? Früher wollten die alle selbst was reißen, profitierten von den alten, danach kommt Familie und Job, Spaß und keine Energie (oder Bock anderen Trainer zu sein).
Die alten? Die sind fertigt vom vielen arbeiten und haben auch nich mehr Bock ihre Kraft zu opfern (holli, Bruns, schmiedeberg, leibi, undundundund), die noch älteren (Rainer, achim,..) werden halt immer älter.
Klingt kacke, aber scheinbar will halt jeder hauptsächlich selbst laufen und aktiv den meisten Spaß. Helfen is scheinbar nur was für die, die es nich schaffen wie Pepa/Wieland/reimänner/Sascha,... Oderr?

Wer solls den retten? Ich bin leider raus momentan.
Wenn Lücke, Jan, Chrafti und Thoto aufhören, da wird's noch viel lustiger..

Ja, das Niveau is sehr tief aktuell-so Trainer zu werden is kacke, unendlich viel Arbeit, wenig Erfolge. Das gefahrenpotential steigt. Ich weiss doch selbst, dass das hilfspotential leider noch deutlich unter dem vom dt. Ol-Lauf-Niveau ist. Wieso auch immer. Vielleicht schämt ihr euch ja (ihr=deutsche) eure Farben öffentlich zu unterstützen.

Achtung: Ihr dürft mich jetzt sehr gern widerlegen. Am besten mit Taten.
Oct 17, 2015 12:12 PM # 
wiQ:
Ich mag deine Gedanken, Pepa!

Holli ist (guter!) Postkindertrainer, aber selbst auch kaputt, also so läuferisch.

Thoto hat eine NachfolgerIN gefunden, die er nächstes Jahr in den Brei reinzieht. Ich bin gespannt. Jetzt fängt das Raten an oder gelich das Fragen.

Ich finde Flötespielen auch schön, Rainer nicht, der sagt ganz oder gar nicht.
Torben hat viel erreicht, aber ich denke, er kann nicht Flötespielen oder Theater oder Jonglieren oder?

Ich bin halt der "ewige" Zweifler (das liegt auch an den Dingen/Umständen), ob OL (in Deutschland) unbedingt groß werden muss oder lieber nicht. Es wird, wie es wird, bleibt, steigt, sinkt. Man kann als Einzelner was tun, aber nicht die Welt verändern - maximal als Arschloch Hitler für eine Weile ganz und viel schlimm.
Und in Gruppen können was erreichen. Man braucht ein Trainerteam, habe ich "mir" (also vielmehr dem Sachsenkader) auch aufgebaut, Peter, Gustav, Andy, Jüngere.
Ich mache ja trotzdem was, bewege was, aber weiß nicht, ob noch lange. Es braucht junge Leute, die nachziehen, als Trainer und in die Elite.

Geld war mal ein Tauschmittel, ist leider "an sich" korrupt geworden. Die FIFA steckt so in der Scheiße und macht weiter und Fußball ist anscheinend der einzige Sport in Deutschland, der Zulauf hat oder zumindest stagniert. Auch die Leichtathleten "verlieren" aktive Sportler, weniger Kinder und Jugendliche machen Sport, der Trend beim OL ist da keine Ausnahme. Man kann das alles tragisch finden, ein Drama draus machen, ist eine super Geschichte.

Doping ist längst auch im Volkssport, nicht nur bei Extremradfahrern, wo einiges aufgedeckt wurde. Habt ihr von dem Riesen"skandal" in Russland mitbekommen, wie die Anti-Doping-Agentur viel vertuscht, wie die Athleten ausgetauscht werden (Ware Mensch), wenn eine(r) auffliegt. Was ist daran Sport? Das ist reines Geschäft, mit Menschen. Schicksal egal.
Gestern hörte ich im Gespräch, dass einer sah, wie sich ein 35er vor der DM Lang Schmerzmittel einwarf. Ich wollte gar keinen Namen wissen. Das ist seine Sache. Einige Bahnen waren für Breitensportler auch teils (zu) heftig.
Daniel Hubmann hat mit seinen Achillesproblemen da auch 2012 was genommen, um durchzuhalten. Ich weiß nicht was. Es wird nix Verbotenes gewesen sein. Aber seine Erfolge ging vor seine Gesundheit (von ihm/außen). Und dann riss das Band. Das durfte ich live sehen.
In der DDR bekamen auch OLer gelegentlich ein paar "unkritische" Mittelchen. Die Generation über uns, die das betrifft, weiß es selbst nicht (mehr) so genau. Die Zeit ist vorbei, aber ich wünsche sie - zumindest beim OL - auch nicht wieder.
Oct 17, 2015 12:53 PM # 
matti.:
Hier hat sich viel getan. Ist ja eine richtige Diskussion. Und ich muss sagen, dass von allen (Pepa, Torben und Wieland) meiner Meinung nach viele richtige und wichtige Aspekte kamen (will ich nicht alle aufzählen).

Eine Sache die ich meiner Meinung nach aber immer nochmal hervorheben will...

Bevor man so eine Diskussion startet (das betrifft hier nicht alle genannten Punkte, aber einige) muss man immer überlegen was die Ausgangslage ist. Diese ganzen Ansätze in Richtung es gibt noch andere Dinge als OL, Familie, Studium, Freunde, Flöte, Geige, ... sollte sich jeder überlegen bevor er/sie sich für einen Bundeskader bewirbt. Auch wenn wir vielleicht nur OL machen und auch wenn wir es vielleicht nur in Deutschland machen, dann finde ich trotzdem, dass sich jeder vor einer Bewerbung für den Bundeskader darüber Gedanken amchen sollte, ob ihm sein Musikinstrument oder was auch immer wichtiger als OL in einer Nationalmannschaft sind. Ich mache da kein Geheimnis draus und jeder weiß auch dass ich in der Hinsicht eher ein Hardliner bin und auch den Kopf schüttel wenn Leute im kader nur 3 mal die Woche (etwas übertrieben vielleicht) für Training haben wegen Geige und Theater AG und co. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass man dort klar zwischen den einzelnen Altersgruppen unterscheiden muss. Sowohl Landeskader (wo meiner Meinung nach zumindest im OL eher Spaß und gemeinschaft, aber auch etwas der Wille dazu besteht ein besserer OLer zu werden besteht) als auch bei den jungen Bundeskadern kann sicherlich nicht verlangen, dass sie (getrieben durch ihre eigenen Interessen oder durch die der Eltern) sich voll und ganz auf den OL festlegen. Manche machen das, ob sich glücklicher sind...wer weiß. Aber ab einem gewissen Alter sollte und muss sich meiner Meinung nach jeder bewusst sein, dass die ganzen Trainer ihren Urlaub opfern und das klar aus Spaß und Freude machen, aber auch etwas erreichen wollen mit ihren Athleten. Und wenn man im Elitealter ist und nebenbei studiert (machen ja die meisten) dann muss man wissen, dass man da einige Prioritäten setzt. Und wer sich eben Jahre lang für den Kader bewirbt und immer wieder ankommt mit "ich studiere zwei Studiengänge gleichzeitig, ich habe keine Zeit zu trainieren", der hat meiner Meinung nach etwas falsch gemacht und muss sich mal Gedanken machen was er will ... und das ist scheinbar kein OL als Leistungssport.

So viel nur zu dem Aspekt. Das ist jetzt zwar nicht aus der Kategorie wie kann es besser werden (was ist besser? ... muss es besser werden? ... oder sind wir einfach zufrieden wie alles ist). Klar kann man alles so akzeptieren. Jeder Sport lebt von der Breite, von Gemeinschaft, Spaß, ..., aber es gibt eben immer eine Spitze in der Spaß und Gemeinschaft auf einer Ebene mit Leistung und Wille stehen. Und diese enge Spitze (so unspitz sie in Deutschland gegenüber anderen Ländern auch sein mag) ist in dieser Hinsicht etwas besonderes. Und wie gesagt, wer in dieser SPitze mitspielen will, der kennt die Regeln. Die Regeln heißen eben aktuell BAHNNORMEN, in die BESTEN 10 NATIONEN der Welt kommen. Ob das richtig ist und ob das die meisten OLer so wollen, wer weiß. Aber wer sich auf Kader einlässt, sollte da mitspielen, sonst tschau...

Ich geh duschen, morgen ist Halbmarathon.
Oct 17, 2015 3:18 PM # 
pepa.:
It's a Hard-knock life, for us.
Oct 19, 2015 12:33 PM # 
wiQ:
Finde ich gut und umsichtig, was du differenziert denkst und schriebst, Matti!
Und du gehst, also rennst deinen Weg - finde ich auch gut.
Nov 2, 2015 9:39 PM # 
Axl:
Habe gerade das hier im österreichischen Forum gepostet und denke, dass es hier von Interesse sein kann, denn die gleichen Diskussionen gibt es überall ;-)

"Zu betonen, dass zu langsam gelaufen wird, reicht sicher nicht aus. Auch nicht, diesen Sachverhalt durch Tests zu untermauern. Was es zu untersuchen gilt, sind die Hintergründe, da wies ja schon der Pierre darauf hin. Gibt es nicht vielleicht doch eine gewisse Systematik im heimischen Trainingsregime, die dazu führt, dass unsere OL-Elite auch physisch unterlegen ist? Ohne nach dieser Erkenntnis zu streben scheint mir jeglicher Test und jegliche Analyse unsinnig. Das Ergebnis dieser Untersuchung gehört dann möglichst schnell an die Basis, zu den Trainern (falls es die gibt) bzw. zu den Athleten. Hierin sehe ich derzeit die wichtigste Aufgabe bei der Entwicklung des Leistungssports im ÖFOL. Der Verband soll natürlich nicht das Training des Einzelnen regeln, aber er sollte allgemeine Tendenzen im Training verfolgen und beurteilen. Dazu engagiert man ja auch "wissende" Leute als Nationaltrainer.

Deutlich unter 15 min (Herren) oder unter 17 min (Damen) läuft man über 5000 m nicht einfach so (auch nicht als Schweizer, Däne, Finne, Schwede, Norweger,...). Dazu gehört jahrelanges systematisches Lauftraining mit angemessenen Umfängen und guter Qualität, am besten schon ab dem Schüleralter. In der Leichtathletik erreichen auch nur die wenigsten dieses Leistungsniveau und das, obwohl hier meist schon seit der frühen Jugend systematisch darauf hin trainiert wird. Wenn man dann daran denkt, dass es (noch) weniger OLer als Leichtathleten gibt, die meist auch noch sehr spät mit wirklichem physischem Training anfangen, sollte es nicht verwunderlich sein, dass es nur alle paar Jahre einen Orientierungsläufer auf internationalem Spitzenniveau gibt. Und ich behaupte, dass es sich dann auch nur um eine glückliche Fügung handelt, nicht um das Ergebnis eines Systems. Es gibt kaum Trainer, zu viele romantisch verklärte Vorstellungen von "Training" und viel Hilflosigkeit.

Die Leistungsanforderungen im OL sind komplex, das Training muss es ebenfalls sein. Das erfordert gut ausgebildete Trainer, die das Prinzip des "spezifischen Trainings" für den Orientierungslauf kennen. Wenn wir sicherstellen können, dass erkannte Talente früh an das notwendige Training (physisch wie technisch) herangeführt werden, wird es nicht schwierig sein sich international zu behaupten, davon bin ich überzeugt."

Geld an sich führt sicher nicht zu nationalen Niveausprüngen, letztendlich ist es die Auswahl von Talenten und das "richtige" Training über Jahre. Meiner Meinung nach ist der Schlüssel zum Erfolg die Ausbildung von "wissenden" Trainern und die Entwicklung der "richtigen" Trainingskultur.
Nov 3, 2015 8:38 AM # 
torbensfunk:
Interessant! Danke für den Beitrag!
Nov 5, 2015 12:11 PM # 
pepa.:
Und wenn man sich die aktuelle Situation bei der deutschen Jugend anschaut, ist die Tendenz richtig/dem entsprechend was oben steht.
Erich Döhler, Fight SlowDowski (und andere vom "Jenaproject"), Seesener Kids und einige mehr.
Systematisches Training (durch gewisse Trainer) - das Wissen/Interesse daran -, Gruppentraining (ob OL oder LA) und Motivation durch die Erkenntniss das man was reissen kann (und sich verbessert).

[ Und Nebenbei, ein Beieffekt (ohne jetzt darüber ewig philosphieren zu wollen): klar sind Lauflimits öde, aber genau an diesem Nachwuchs, die schon seit ihren Kaderanfängen gewöhnt sind ein Lauflimit zu erreichen, trainieren bereits früh (AUCH dafür), zur einer Zeit, wo es noch machbar ist, ohne 2' in einem Jahr beschleunigen zu müssen. ]
Nov 5, 2015 1:23 PM # 
torbensfunk:
kann man wohl so unterstreichen.

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